’Auch in Grönland gibt es größere Vorkommen an Seltenen Erden’
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Geophysiker Michael Becken über den -Sensationsfund- in Schweden und die Beteiligung der Universität Münster. Ein Hubschrauber erkundet mit höchstempfindlicher Magnetfeldsensorik das Explorationsgebiet in Kiruna. Michael Becken Einige Beobachter sprechen von einem "Sensationsfund", andere warnen dagegen vor allzu großen Erwartungen. Fakt ist, dass Experten vor einigen Tagen im nordschwedischen Kiruna das bislang größte Vorkommen sogenannter Seltener Erden in Europa gefunden haben. An den Erkundungsarbeiten waren auch Wissenschaftler der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster beteiligt. Kathrin Kottke und Norbert Robers sprachen mit Michael Becken vom Institut für Geophysik über die Bedeutung der Entdeckung und den weiteren Verlauf der Arbeiten. Woher wusste man Überhaupt, dass man in Schweden "suchen" muss - gab es Voruntersuchungen oder besondere Gesteinsund Bodenformationen, die auf einen möglichen Fund schließen ließen? Man weiß seit den 1960er Jahren, dass es in Kiruna Seltene Erden gibt. Der schwedische Bergbaukonzern LKAB betreibt dort eine der größten Eisenerzminen weltweit, und die Seltenerdmetalle treten in Vergesellschaftung mit den Eisenerzen auf. Übrigens auch mit phosphorhaltigen Mineralen, die bedeutend sind, denn auch Phosphor ist ein kritischer Rohstoff, der vor allem für die Herstellung von Düngemitteln benötigt wird. Der Fund ist somit das Ergebnis jahrelanger Erkundungsarbeiten, aus denen sich abschätzen lässt, wie groß das Vorkommen ist und dass der Abbau wirtschaftlich sein könnte. Was sind Seltene Erden, und welche davon wurden in Schweden entdeckt?




