Verschmelzung zweier Weißer Zwergsterne (künstlerische Darstellung)
Verschmelzung zweier Weißer Zwergsterne (künstlerische Darstellung) - Astronomen der Universitäten Tübingen und Potsdam haben einen neuen Typ Sterne entdeckt: Auf der Jagd nach ,,heißen Sternen" mit dem Large Binocular Telescope in Arizona stieß das Team auf Sterne mit ungewöhnlichen Eigenschaften. Während normale Sternoberflächen aus Wasserstoff und Helium bestehen, sind die Sterne, die unter Leitung von Klaus Werner von der Universität Tübingen gefunden wurden, mit Kohlenstoff und Sauerstoff bedeckt, der Asche einer Helium-Kernfusion. Die exotische Zusammensetzung ist umso rätselhafter, weil Temperaturen und Durchmesser der Sterne anzeigen, dass in ihrem Inneren weiterhin Heliumkerne fusionieren. Die Ergebnisse wurden in den Monthly Notices of the Royal Astronomical Society publiziert. Der typische Lebenszyklus eines Sterns wie unserer Sonne beginnt mit der Kernfusion von Wasserstoff zu Helium. Danach setzt tief im Sterninneren eine Kernreaktion ein, die Helium in Kohlenstoff und Sauerstoff umwandelt: Der Stern ,,stirbt" im Laufe von Millionen Jahren und schrumpft zu einem sogenannten Weißen Zwerg. ,,Von Sternen mit der chemischen Oberflächenzusammensetzung der entdeckten Sterne erwarten wir normalerweise, dass sie die Heliumfusion im Zentrum beendet haben und sich kurz vor dem Endstadium ihrer Entwicklung zum Weißen Zwerg befinden", erklärt Klaus Werner vom Institut für Astronomie und Astrophysik.
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