Eine Studie analysiert die Auswirkungen von 144 Antibiotika auf unsere häufigsten Darmbakterien und schlägt einen neuen Ansatz vor, um die negativen Auswirkungen einer Antibiotikatherapie auf das Darmmikrobiom abzumildern.
Eine Studie analysiert die Auswirkungen von 144 Antibiotika auf unsere häufigsten Darmbakterien und schlägt einen neuen Ansatz vor, um die negativen Auswirkungen einer Antibiotikatherapie auf das Darmmikrobiom abzumildern. Antibiotika helfen bei der Behandlung bakterieller Infektionen und retten jedes Jahr Millionen von Leben. Sie können aber auch die hilfreichen Mikroben in unserem Darm schädigen, eine der ersten Verteidigungslinien unseres Körpers gegen Krankheitserreger schwächen und die positiven Auswirkungen körpereigener Mikrobiota auf unsere Gesundheit beeinträchtigen. Häufige Nebenwirkungen dieser ,,Kollateralschäden" von Antibiotika sind Magen-Darm-Beschwerden und wiederkehrende Clostridioides-difficile -Infektionen, aber auch die Entwicklung von allergischen, metabolischen, immunologischen oder entzündlichen Krankheiten. Ein internationales Forschungsteam hat systematisch die Auswirkungen von 144 Antibiotika auf unsere häufigsten Darmbakterien untersucht. Die Arbeitsgruppen um Lisa Maier aus dem Exzellenzcluster ,,Controlling Microbes to Fight Infections" (CMFI) der Universität Tübingen und um Nassos Typas am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg, schlagen Strategien vor, um die negativen Auswirkungen auf das Darmmikrobiom abzuschwächen. Mit der in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie lassen sich die Auswirkungen von Antibiotika auf Darmbakterien erheblich besser verstehen.
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