Neue Methode im Bereich der nicht-invasiven Hirnforschung entwickelt

Tübinger Forscher messen Hirnaktivität auf elektrische Stimulation ohne Umwege - Neue Impulse für die Behandlung neuropsychiatrischer Erkrankungen. Elektrische Ströme werden seit vielen Jahrzehnten in der Behandlung neurologischer sowie psychiatrischer Erkrankungen erfolgreich eingesetzt. Doch bisher war unklar, was während einer solchen Neurostimulation im Gehirn passiert. Stimulationsabhängige Interferenzen verhinderten die zuverlässige Aufzeichnung der hirneigenen elektrischen Aktivität. An der Universität Tübingen ist es Neurowissenschaftlern nun erstmals gelungen, die neuromagnetische Hirnaktivität im Millisekundenbereich zu messen, während das Gehirn eines menschlichen Probanden mit elektrischen Strömen stimuliert wurde. Dr. Surjo R. Soekadar, Leiter der Arbeitsgruppe Angewandte Neurotechnologie vom Tübinger Universitätsklinikum für Psychiatrie und Psychotherapie und Erstautor der Studie, will die neue Methode nun zur Weiterentwicklung etablierter Neurostimulationsverfahren einsetzen. So sollen neue Ansätze in der Behandlung neuropsychiatrischer Erkrankungen wie Schlaganfall, Depressionen oder chronischen Schmerzen genutzt werden.
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