Tübinger Universitätsrat fordert finanzielle Unterstützung des Landes
Der Tübinger Universitätsrat fordert die Landesregierung auf, angesichts der stark gestiegenen Energiekosten ein Hilfsprogramm für die Universitäten aufzulegen. -Anders als alle anderen staatlichen Hochschulen in Baden-Württemberg müssen die Universitäten die Kosten für Heizung und Strom aus ihrem eigenen Etat bestreiten-, sagte der Vorsitzende des Universitätsrats, Bernhard Sibold, nach einer Sitzung des Gremiums am Mittwoch. Die Kostenentwicklung seit 2021 drohe zu einer Gefahr für Forschung und Lehre zu werden. Angesichts von rund zehn Prozent Inflation gebe es für die Universität keine Möglichkeit mehr, an den Sachmitteln zu sparen. Komme das Land den Universitäten nicht zu Hilfe, blieben daher nur Einschnitte beim Personal, sagte der Vorsitzende des Universitätsrats: -Um unser strukturelles Defizit auszugleichen, müsste die Universität 20 Professuren einschließlich der dazu gehörenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einsparen-, erklärte Sibold: -Dies hätte direkte und massive Auswirkungen auf Forschung und Lehre an der Universität Tübingen. Die Zahl der Neuberufungen müsste drastisch gesenkt werden und Einschnitte in das Studienangebot wären unausweichlich. Sibold betonte, die Universität Tübingen wirtschafte außerordentlich sparsam: -Die Wirtschaftsführung der Universität basiert auf schwäbischen Grundsätzen-, sagte der Vorsitzende des Kontrollgremiums.



