Nach einem jahrzehntelangen Rückgang steigen die Geburtenzahlen in Deutschland leicht an. Frauen, die in den 1970er Jahren und später geboren wurden bekommen offenbar wieder mehr Kinder.
Datenblatt zur Geburtenrate in Deutschland - Die Mütter in Deutschland werden immer älter: Zwischen 2001 und 2008 stieg das Alter bei der Geburt des ersten Kindes um mehr als ein Jahr Gleichheit nicht in Sicht - Lieben, arbeiten, Kinder kriegen: 20 Jahre nach der Wiedervereinigung bleiben Lebensverläufe in Ost und West verschieden 5. September 2011 Die offiziellen Geburtenraten, die so genannte 'zusammengefasste Geburtenziffer', unterschätzen die Geburtenneigung, da sie nicht die endgültige Zahl der Kinder angeben, die ein Frauenjahrgang in seinem Leben gebiert, sondern einen vorab berechneten künstlichen Wert (für 2010: 1,46 Ost und 1,39 West). Dieser unterschätzt die endgültige Kinderzahl, wenn Frauen die Geburt ihrer Kinder in ein immer höheres Alter aufschieben, was in Deutschland der Fall ist. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Demografische Forschung in Rostock ist es nun erstmals für Deutschland gelungen, diesen so genannten 'Tempo-Effekt? der alternden Mütter aus den Geburtenraten herauszurechnen: Der korrigierte Durchschnittswert für die Jahre 2001 bis 2008 liegt demnach bei etwa 1,6 Kindern pro Frau sowohl für West- als auch für Ostdeutschland. Die Rostocker Wissenschaftler erwarten eine Trendumkehr im deutschen Geburtenverhalten. Bild vergrößern - © MPI f. demografische Forschung - Die Max-Planck-Forscher Joshua Goldstein und Michaela Kreyenfeld, die ihre Ergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift „Population and Development Review“ veröffentlichten, konnten die Korrekturen berechnen, da ihnen zum ersten Mal eine Zeitreihe verlässlicher Daten darüber vorlag, in welchem Alter Frauen in Deutschland ihre ersten, zweiten oder folgenden Kinder bekamen.
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