Dopingstudie: Hohe Dunkelziffer im Spitzensport
Biologische Tests decken nur einen Teil der Fälle auf - das wurde in einer Studie der Universität Tübingen mit psychologischen Methoden nachgewiesen. Im Spitzensport wird wesentlich mehr gedopt, als durch Blutund Urintests nachgewiesen werden kann. Bei einer wissenschaftlichen Studie gaben mindestens 30 Prozent der Teilnehmenden der Leichtathletikweltmeisterschaft 2011 und 45 Prozent Sportler bei den Pan-Arabischen Spielen 2011 an, Dopingmittel genommen zu haben. Mit zeitgleich durchgeführten biologischen Testverfahren wurde nur ein Bruchteil der Dopingfälle erkannt: 0,5 Prozent der Tests bei den Weltmeisterschaften waren positiv; bei den Pan-Arabischen Spielen waren es 3,6 Prozent. Im Auftrag der World Anti Doping Agency (WADA) haben Professor Rolf Ulrich von der Universität Tübingen und Professor Harrison Pope von der Harvard Medical School im Jahr 2011 eine Untersuchung durchgeführt. Die Ergebnisse der repräsentativen Studie ,,Doping in Two Elite Athletics Competitions Assessed by Randomized-Response Surveys" wurden nun in der Zeitschrift Sports Medicine veröffentlicht. Im Anhang der Publikation sind außerdem detaillierte statistische und mathematische Analysen aufgeführt, die die Aussagekraft der Studie untermauern.



