Blauschiefer ist nach der blauvioletten Farbe benannt, die vom Mineral Glaukophan stammt. Das grünliche Mineral im Gestein ist Epidot.
Bildung von Blauschiefer geht auf Veränderungen in chemischer Zusammensetzung ozeanischer Kruste zurück. Das Entstehen der Plattentektonik ist noch immer eines der größten Rätsel der Erdgeschichte. Dabei gehen unter Wissenschaftlern die Ansichten darüber auseinander, wann die Prozesse der heutigen Plattentektonik, die vom Abtauchen ozeanischer Platten angetrieben werden, begonnen haben. Nach vorherrschender Meinung schieben sich schon seit dem Hadaikum vor über vier Milliarden Jahren ozeanische Platten unter andere Platten und tauchen in den Erdmantel ein - ein Prozess, der als Subduktion bezeichnet wird. Andere vertreten die Auffassung, die Plattentektonik habe ihren Ausgangspunkt im Neoproterozoikum vor 500 bis 1. Millionen Jahren genommen - eine Ansicht, die mit dem Aufkommen von Blauschiefer vor 700 bis 800 Millionen Jahren verknüpft wird. Geowissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben nun gezeigt, dass das Erscheinen von Blauschiefer mit langfristigen Veränderungen in der Zusammensetzung ozeanischer Kruste zusammenhängt und daher keine Messlatte für die Entstehung von Plattentektonik sein kann. Die Studie wurde in dem renommierten Fachjournal Nature Geoscience veröffentlicht.
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