Jarin 1 hemmt das Enzym JAR1, indem es dort bindet, wo normallerweise nur das natürliche Substrat Platz nimmt - die mit Isoleucin beladene Jasmonsäure (JA-Ile). Beide Substanzen verhaken sich so ineinander, dass JAR 1 seine Aufgaben nicht mehr erfüllen kann. Das linke Bild zeigt eine Übersicht über das ganze Enzym, das rechte Bild einen Blick in das aktive Zentrum. [weniger]
Ein kleines Molekül hemmt die Jasmonsäure und hilft, deren Wirkungen besser zu verstehen. Wer Neues über den Stoffwechsel von Pflanzen erfahren will, kann einzelne Gene abschalten und die Veränderungen studieren. Erich Kombrink vom Max Planck Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln und Markus Kaiser von der Universität Duisburg-Essen gehen einen anderen Weg. Sie identifizieren kleine Moleküle, die sich wie Bremsklötze in den Stoffwechsel einfügen und die nachfolgenden Reaktionen blockieren. Für die Suche nach diesen Molekülen benutzen sie ein biologisches Selektionsverfahren mit intakten Pflanzen. Die Medizin verwendet dieses Prinzip seit jeher in der Therapie. Für die Pflanzenforschung ist es ein relativ neuer Ansatz.
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