Methan auf dem Mars deutet nicht auf Leben

Methankonzentration auf dem Mars: Die Grafik zeigt die berechneten Methankonzent
Methankonzentration auf dem Mars: Die Grafik zeigt die berechneten Methankonzentrationen in parts per billion (ppb) auf dem Mars während des Sommers auf der Nordhalbkugel. Violett und blau weisen auf wenig Methan hin, rote Bereiche signalisieren große Mengen. [weniger]
Starke UV-Strahlung auf dem Roten Planeten setzt Methan aus organischem Material frei, das Meteoriten auf die Oberfläche mitbringen. Es war eine Sensation, als Wissenschaftler vor neun Jahren Methan in der Marsatmosphäre entdeckten. Für viele gilt das Gasvorkommen als klarer Hinweis für Leben auf dem unwirtlichen Planeten, da Methan auf der Erde vorwiegend durch biologische Vorgänge entsteht. Andere vermuten geologische Prozesse wie Vulkane als Ursache. Doch bis jetzt fehlt ein Beweis, was die tatsächliche Methanquelle ist. Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz und der Universitäten in Utrecht und Edinburgh konnten jetzt zeigen, dass Methan aus einem Meteoriten entweicht, wenn man ihn unter Mars-Bedingungen mit ultraviolettem Licht bestrahlt. Auf der Marsoberfläche treffen kontinuierlich Meteorite und interplanetarer Staub aus dem Weltall auf, die kohlenstoffhaltige Verbindungen mit sich bringen.
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