Hörschwierigkeiten belasten Kurzzeitgedächtnis

Mithilfe der Magnetenzephalografie erfassen Hirnforscher millisekundengenau magn
Mithilfe der Magnetenzephalografie erfassen Hirnforscher millisekundengenau magnetische Schwankungen an der Kopfoberfläche, die durch die Kommunikation der Nervenzellen entstehen. [weniger]
Schlechte Akustik ist nicht nur ein Problem für die Ohren. Wie Forscher am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften herausgefunden haben, verbrauchen akustisch widrige Bedingungen im Gehirn die gleichen begrenzten Ressourcen, die wir für unser Kurzzeitgedächtnis benötigen. Für Menschen mit Hörstörungen, die Sprachsignale oft dauerhaft verzerrt oder mit störendem Rauschen wahrnehmen, könnte das bedeuten, dass sie unter permanenter kognitiver Doppelbelastung stehen. Jeder kennt das: Bei hohem Geräuschpegel, etwa auf einer lauten Party, ist es anstrengend, einer Unterhaltung zu folgen. Wissenschaftler der Max-Planck-Forschungsgruppe Auditive Kognition um Jonas Obleser haben nun eine mögliche Erklärung für dieses Phänomen gefunden. Im Experiment spielten die Forscher Testpersonen Zahlen vor und baten sie, diese für kurze Zeit im Gedächtnis zu behalten. Sowohl die Länge der Zahlenfolgen als auch die Qualität des Sprachsignals wurde dabei variiert.
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