Querschnitt durch ein Blutgefäß einer normalen Maus (links) und einer Maus ohne G 12 /G 13 -Proteine (rechts). In der genetisch veränderten Maus vermehren sich die Muskelzellen der Gefäßwand exzessiv und behindern dadurch den Blutstrom. [weniger]
Max-Planck-Forscher untersuchen Signalwege, über die die glatten Muskelzellen der Blutgefäße auf Veränderungen von außen reagieren. Blutgefäße sind äußerst dynamisch: Ihre Durchlässigkeit für Nährstoffe, ihre Kontraktionskraft, aber auch ihre Form passen sich jeweils an die äußeren Bedingungen an. Anders als beispielsweise Herzmuskelzellen zeichnen sich die glatten Muskelzellen der Gefäße durch eine hohe Plastizität aus, sie können sich also je nach Bedarf entweder spezialisieren oder vermehren und damit zum Beispiel auch eine Verletzung der Gefäßwand reparieren. Dieser Gefäßumbau ist offensichtlich genauestens reguliert. Störungen spielen bei Erkrankungen wie Arteriosklerose oder Bluthochdruck eine wichtige Rolle. Am Max-Planck-Institut für Herzund Lungenforschung in Bad Nauheim haben Wissenschaftler in Versuchen mit genetisch veränderten Mäusen herausgefunden, wie Signale von außen den Gefäßumbau in den Zellen steuern. Entstanden ist dabei ein ganz neues Bild der Regulation, das auch den Weg für neue Ansätze in Prophylaxe und Therapie der Arteriosklerose oder anderer Gefäßerkrankungen öffnen könnte.
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