3D-Abbild des Fingerglieds eines Denisova-Menschen. Blau gekennzeichnet ist das Gelenk, der Rest des Knochens ist in Grün dargestellt.
Moderne Menschen könnten Asien anders als bislang angenommen in mehr als einer Migrationswelle besiedelt haben. Der Fund war eine wissenschaftliche Sensation: 2008 gruben russische Archäologen die Überreste eines ausgestorbenen Urmenschen in der Denisova-Höhle im südlichen Sibirien aus. Die Sequenzierung des Kerngenoms, das einem mehr als 30. Jahre alten Fingerknochen entnommen wurde, ergab, dass der Denisova-Mensch weder Neandertaler noch moderner Mensch war, sondern eine neue Homininenform. Geringste Spuren des Denisova-Erbgutes finden sich auch heute noch in einigen lebenden Individuen. Die DNA-Vergleiche von modernen Menschen und Urmenschen geben jetzt neue Hinweise darauf, wie menschliche Populationen vor mehr als 44. Jahren Asien besiedelten.
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