Männchen und Weibchen der Zweifarbfledermaus nutzen zwar ähnliche Schlafplätze, leben aber ansonsten in unterschiedlichen Lebensräumen.
Marielle van Toor - University of Konstanz - Max-Planck-Institut für Ornithologie, Teilinstitut Radolfzell , Radolfzell - E-Mail: mvantoor [a] orn.mpg (p) de Leonore Apitz - Press and Public Relations Radolfzell - Max-Planck-Institut für Ornithologie , Seewiesen - Telefon: +49 7732 1501-74 - Fax: +49 7732 1501-69 - E-Mail: apitz [a] orn.mpg (p) de M.L. van Toor, C. Jaberg, K. Safi - Integrating sex-specific habitat use for conservation using habitat suitability models“ - Animal Conservation, 24. Doi: 10.1111/j. 1469-1795 2011.00454.x Die Nutzung unterschiedlicher Habitate durch Männchen und Weibchen der Zweifarbfledermaus erschwert die Schätzung von Populationsgrößen und damit den Artenschutz Wenn Männchen und Weibchen einer Art unterschiedliche Ressourcen nutzen, erschwert dies die Schätzung der Populationsgröße. Aber gerade die Überwachung von Populationsgrößen spielt für seltene und gefährdete Arten eine wichtige Rolle, damit man auf Änderungen schnell und richtig reagieren kann. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell haben die ökologischen Nischen von Männchen und Weibchen der Zweifarbfledermaus ( Vespertilio murinus ) untersucht und herausgefunden, dass beide Geschlechter gänzlich unterschiedliche Habitate nutzen. Für eine zuverlässige Schätzung der Populationsgrößen gefährdeter Arten ist es also unabdingbar, verschiedene Gruppen innerhalb einer Art getrennt zu betrachten, um die richtigen Erhaltungsmaßnahmen treffen zu können.
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