Morschenich-Alt als Lern- und Gestaltungsort

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Morschenich-Alt als Lern- und Gestaltungsort
Die Temporäre Universität Hambach lädt vom 12. bis zum 15. Juni als innovatives Format für den Strukturwandel ein

Mit einem innovativen Format den Strukturwandel von unten nach oben angehen - das ist die Idee hinter der ,,Temporären Universität Hambach". Vom 12. bis zum 15. Juni werden auf dem ehemaligen Reiterhof in Morschenich-Alt unterschiedlichste Akteure aus dem Rheinischen Revier zusammenkommen, um an diesem besonderen Ort gemeinsam Ideen zu entwickeln und des Strukturwandels zu diskutieren.

Wie wäre es, wenn Strukturwandel von unten nach oben gedacht wird? Denn auch das Kleine ist wichtig, weil aus ihm etwas Großes entstehen kann. Mit diesem Gedanken gehen die ,,tu! Hambach"-Macherinnen und -Macher an den Start. Das Team der Transformationsplattform REVIERa und des Profilbereichs Built and Lived Environment (BLE) der RWTH Aachen organisiert die Veranstaltung gemeinsam mit der Neuland Hambach GmbH, Gastgeberin ist die Gemeinde Merzenich.

Der kleine Ort Morschenich-Alt, der bald Bürgewald heißen wird, steht dabei sinnbildlich für das Kleine, das eine Strahlkraft entwickelt. Der Ort, der ursprünglich dem Tagebau zum Opfer fallen sollte, nun aber doch erhalten bleibt, ist für die vier Tage ,,ein Lernund Gestaltungsort an der Schnittstelle zwischen Hochschulen und vielen Akteuren aus dem Rheinischen Revier", sagt Agnes Förster. Die Leiterin des Instituts für Planungstheorie und Stadtentwicklung an der RWTH Aachen legt Wert auf die Diversität und Willkommenskultur der Veranstaltung: ,,Bei der tu! Hambach trifft man sich in unterschiedlichsten Formaten und bei unterschiedlichsten Veranstaltungen - alle mit offener Tür, Alle sind willkommen."

Bereits die Premiere im Vorjahr war ein großer Erfolg, viele Menschen haben den Weg an den Tagebaurand gefunden. In diesem Jahr werden an den vier Projekttagen unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt: Am 12. Juni geht es um ,,Planungskulturen des Umbauens", am 13. Juni um ,,Kleine Städte und Dörfer als Transformationsorte". Es folgt der Schwerpunkt ,,Im Dialog mit jungen Menschen aus der Region", am Finaltag heißt es ,,Menschgemacht - Marktplatz der Nachbarschaft und Teilhabe". Mehr als 40 verschiedene Beiträge und Veranstaltungen, ein Symposium, Ausstellungen, Diskussionen, Exkursionen, Vorträge, Workshops und gemeinsame Aktivitäten werden angeboten. Eingeladen sich alle, die aktiv im Strukturwandel mitwirken möchten, hier geht es zum vollständigen Programm der Temporären Universität Hambach.

Die Themen gehen über das Lokale hinaus, über Innovationsfelder wie grünen Wasserstoff wird ebenso gesprochen werden wie über einen Masterplan für Morschenich-Alt. Zu den Akteuren zählen die Menschen, die in der Region leben, aber auch viele weitere, die sich aus unterschiedlichsten Gründen in Vereinen oder Initiativen engagieren. Dazu kommen Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Gebieten, bis hin zu politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern. Der Blick über den Tellerrand ist dabei wichtig, so sind auch Kolleginnen und Kollegen aus dem Lausitzer Revier vor Ort dabei.

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