CaAR in einer Brustkrebszelle nach mechanischer Verletzung (Perforierung) der Plasmamembran durch eine Rasterkraftmikroskop-Nadel. Zeitpunkte der Aufnahmen (v. l.): null, 30 und 60 Sekunden nach Perforierung. Die Aktinfasern sind farbig dargestellt.
- Wales P. et al.
Hektik im Job, ärger mit den Kindern und Ebbe auf dem Konto: Wenn mal wieder alles zu viel wird, kann es helfen, sich neu zu sortieren. Sind Zellen im "Superstress", beispielsweise durch mechanische Verletzungen, durchlaufen sie ebenfalls eine grundlegende Umgestaltung. Dabei geht es um ihr Zellskelett, das aus vielen einzelnen Bausteinen hochflexibel immer neue Strukturen bildet, etwa um die Zelle zu stützen oder um molekulare Lasten zu transportieren. Ein Team um Roland Wedlich-Söldner vom Exzellenzcluster "Cells in Motion" der Universität Münster konnte diesen Prozess im Detail aufklären. Die Forscher zeigten, dass der zelluläre "Neustart" wichtig ist für Prozesse bei der Reparatur und Wundheilung und dass er auch bei der Zellwanderung, bei Krebs und bei Entzündungen eine Rolle spielen könnte. Die Publikation ist jetzt im Fachjournal "eLife" erschienen. Gehen Zellen auf "Los" zurück, ziehen sie ein Strukturprotein des Zellskeletts - das Aktin - in ihr Inneres ein.
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