Die Strafverfolgung von Wilderern schützt Menschenaffen effektiv

WCS-Forscher Deo Kujirakwinja (Mitte) bildet Zensus-Teilnehmer darin aus, wie si
WCS-Forscher Deo Kujirakwinja (Mitte) bildet Zensus-Teilnehmer darin aus, wie sie Daten zu Gorilla-Nestern erheben können. Die Forscher berechnen die Bevölkerungsdichte der Gorillas, indem sie deren Nester und Kothaufen zählen.
Eine Langzeitstudie beziffert erstmalig den relativen Einfluss von Artenschutz in 16 afrikanischen Ländern und zeigt, wie entscheidend die langfristige Präsenz von Strafverfolgung, Tourismus, Forschung und NROs für das Überleben von Schimpansen, Bonobos und Gorillas ist. Aktuellen Studien zufolge verringert sich die Anzahl der afrikanischen Menschenaffen rasant. Viele Gebiete, in denen die Tiere vorkommen, werden kaum verwaltet und geschützt. In Zusammenarbeit mit Feldforschern und Verwaltern afrikanischer Nationalparks untersuchten Leipziger Max-Planck-Wissenschaftler, wie sich das Fehlen von Artenschutz-Bemühungen auf  Menschenaffen  auswirkt. Hierfür wurden während der letzten 20 Jahre Daten aus 109 Verwaltungsdistrikten in 16 ost-, west- und zentralafrikanischen Ländern erhoben. Eine langfristige Präsenz von lokalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen und von Strafverfolgungsbehörden hatte einen messbar positiven Effekt auf Schimpansen, Bonobos und Gorillas.  Die nationale Entwicklung, die häufig als Motor für den Artenschutz bezeichnet wird, und eine hohe Bevölkerungsdichte haben sich hingegen negativ auf das Überleben der gefährdeten Menschenaffen ausgewirkt.
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