Modell der geografischen und verwandtschaftlichen Beziehungen der Tupí-Guaraní-Sprachfamilie: Hellblaue Linien zeigen eine Verwandtschaftsbeziehung an, dunklere Farbe soll eine frühere Wanderung/Auftrennung anzeigen. Rot sind geografische Gebiete eingefärbt, an denen mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit Auftrennung von Sprachen stattgefunden hat.
Modell der geografischen und verwandtschaftlichen Beziehungen der Tupí-Guaraní-Sprachfamilie: Hellblaue Linien zeigen eine Verwandtschaftsbeziehung an, dunklere Farbe soll eine frühere Wanderung/Auftrennung anzeigen. Rot sind geografische Gebiete eingefärbt, an denen mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit Auftrennung von Sprachen stattgefunden hat. Die Tupí-Guaraní-Sprachfamilie, eine der größten innerhalb der indigenen Tupí-Sprachen Südamerikas, entstand einer neuen Studie zufolge im sechsten Jahrhundert v. Chr. im Becken des Rio Tapajós und des Rio Xingu, zwei großen Nebenflüssen des Amazonas, bei der heutigen Stadt Santarém im brasilianischen Bundesstaat Pará. Erstmals untersuchte Dr. Fabrício Ferraz Gerardi vom Seminar für Sprachwissenschaft der Universität Tübingen gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam die rund fünfzig Tupí-Guaraní-Sprachen mithilfe von molekularbiologischen Methoden. So konnte das Team mehr Licht in die Verwandtschaftsbeziehungen der Sprachen untereinander sowie ihre geografische und chronologische Entwicklung bringen. Die neue Studie wurde in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht.
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