Mit "Trojanischen Pferden" gegen Mikroorganismen

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Ein gram-negatives Escherichia-coli-Bakterium unter dem Fluoreszenzmikroskop. Di
Ein gram-negatives Escherichia-coli-Bakterium unter dem Fluoreszenzmikroskop. Die Aufnahme zeigt: Die "trojanischen Pferde" (gelb) gelangen nicht ins Innere des Bakteriums. © Wiley-VCH Verlag GmbH and Co. KGaA. Reproduced with permission.
Bakterielle Infektionen können schwerwiegende Folgen haben - beispielsweise, wenn die Mikroorganismen eine künstliche Herzklappe oder eine andere Prothese besiedeln. Ein Problem besteht vor allem dann, wenn die Bakterien gegen mehrere Antibiotika resistent sind. Wissenschaftler suchen daher nach neuen Behandlungsmöglichkeiten sowie nach Wegen, um Infektionsherde im Körper zu finden. Bislang forschen einige Gruppen an speziellen Zuckermolekülen, mit denen die Bakterien markiert und damit sichtbar gemacht werden können. Welches Potenzial dieser Ansatz hat, um Bakterien an bestimmten Stellen im Körper gezielt abzutöten, und welche Probleme dabei auftreten, hat nun ein von münsterschen Forschern geleitetes deutsch-italienisches Team untersucht. Wissenschaftler nutzen bestimmte komplexe Zuckermoleküle als "Trojanische Pferde", um sogenannte fotoaktive Farbstoffe in die Bakterien einzuschleusen. Diese Farbstoffe können mit Licht sichtbar gemacht werden und dabei helfen, einen Infektionsherd zu lokalisieren.
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