Neues Mikroskop entziffert Schaltkreise des Auges

Verschaltung der Nervenzellen in der Netzhaut des Auges. Lichtreize  werden in d
Verschaltung der Nervenzellen in der Netzhaut des Auges. Lichtreize werden in den äußeren Segmenten der Fotorezeptorzellen in elektrische Signale umgewandelt. Erregende und hemmende Synapsen leiten diese Signale zu den Ganglionzellen weiter.
Damit das Auge die Eigenschaften optischer Reize effizient an das Gehirn weiterleiten kann, werden diese Informationen bereits im Auge vorverarbeitet. Manche der so genannten Ganglionzellen, die die Sehinformation über den Sehnerv ins Gehirn leiten, reagieren beispielsweise nur auf Lichtreize, die sich in eine bestimmte Richtung bewegen. Diese Richtungsselektivität wird durch hemmende Interneurone erzeugt, die mit ihren Synapsen die Aktivität der Ganglionzellen beeinflussen. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg haben nun mittels einer neuen, dort entwickelten Mikroskopiemethode herausgefunden, dass die Synapsen zwischen Ganglionzellen und Interneuronen nach ganz speziellen Regeln verteilt sind. Mit einer Ganglienzelle verbinden sich nur solche Dendriten-Fortsätze, die entgegengesetzt der bevorzugten Richtung der  Ganglionzelle vom Zellkörper der Amakrinzelle ausgehen. Die Sinneszellen in der Netzhaut des Wirbeltier-Auges wandeln Lichtreize in elektrische Signale um und leiten sie über nachgeschaltete so genannte Interneurone zu den Ganglionzellen und von dort ins Gehirn. Die Interneurone sind so miteinander verschaltet, dass die einzelnen Ganglionzellen Sehinformation von einem kreisförmigen Ausschnitt des Sehfeldes erhalten – dem so genannten rezeptiven Feld.
account creation

TO READ THIS ARTICLE, CREATE YOUR ACCOUNT

And extend your reading, free of charge and with no commitment.



Your Benefits

  • Access to all content
  • Receive newsmails for news and jobs
  • Post ads

myScience