Mikroschwimmer lernt vom Wimperntierchen

Lichtgetriebener Mikroschwimmer: Das Material des knapp ein Millimeter langen Sc
Lichtgetriebener Mikroschwimmer: Das Material des knapp ein Millimeter langen Schwimmkörpers ist so gewählt, dass es sich im Licht ausdehnt. Daher laufen wellenförmige Auswölbungen über den Schwimmer und treiben ihn in entgegengesetzter Richtung an, wenn grüne Lichtstreifen über seine Oberfläche fahren. [weniger]
Ein aus Flüssigkristall-Elastomeren geformter Schwimmkörper wird durch eine lichtinduzierte peristaltische Bewegung angetrieben. Wimpertierchen leisten Erstaunliches: Weil die Mikroorganismen so winzig sind, erscheint ihnen das Wasser, in dem sie leben, so zäh wie Honig. Trotzdem schieben sie sich allein durch die synchronisierte Bewegung Tausender äußerst dünner Filamente an ihrer Außenhaut, den ,,Wimpern", durch ein Gewässer. Forscher des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Stuttgart bewegen nun mit bloßem Auge kaum sichtbare Roboter auf ähnliche Weise durch Flüssigkeiten. Ihr Mikroschwimmer benötigt für diese Leistung weder eine komplexe Maschinerie von Antriebselementen noch wird er durch von außen wirkende Kräfte, etwa Magnetfelder, angetrieben. Die Wissenschaftler um Peer Fischer bauten ihr Modell des Wimperntierchens vielmehr aus einem Material, das die Eigenschaften von Flüssigkristallen und elastischen Kunststoffen in sich vereinigt und sich durch Bestrahlung mit grünem Licht peristaltisch fortbewegt. Ein aus der Science-Fiction bekanntes Mini-U-Boot, das durch den menschlichen Körper schwimmt, Krankheiten aufspürt und kuriert, lässt sich mit diesem Prinzip zwar nicht verwirklichen.
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