Der Rio Tinto - ,,Roter Fluss’ - in der spanischen Provinz Huelva
Der Rio Tinto - ,,Roter Fluss' - in der spanischen Provinz Huelva - An der Mündung des Rio Tinto im Südwesten Spaniens vermischt sich das durch den Erzabbau und Mineralverwitterung mit Schwermetallen belastete saure Flusswasser mit dem Salzwasser des Atlantischen Ozeans. Dort bildet sich eine einzigartige Gemeinschaft von Mikroorganismen aus, die die Extreme lieben. Sie leben in Wasser, das so sauer ist wie Essig, sind resistent gegenüber einem hohen Salzgehalt, und manche kommen zudem mit einem hohen Gehalt an giftigen Metallen bestens klar. Diese Lebensgemeinschaft hat ein Forschungsteam unter der Leitung von Andreas Kappler und Juniorprofessorin Sara Kleindienst vom Zentrum für Angewandte Geowissenschaften der Universität Tübingen entdeckt. Es untersuchte, woher die Mikroorganismen unter den extremen Bedingungen Energie für ihren Stoffwechsel gewinnen und welchen Einfluss sie auf die Ablagerung oder Ausschwemmung von Schwermetallen im Mündungsgebiet des Rio Tinto haben. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Applied and Environmental Microbiology veröffentlicht. Der Rio Tinto - auf Deutsch ,,Roter Fluss" - trägt seinen Namen zu Recht: Stellenweise leuchtet der etwa 100 Kilometer lange Fluss in der spanischen Provinz Huelva prächtig orange bis blutrot.
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