
Ab kommenden Montag, den 7. Oktober 2024, darf wieder mitgefiebert werden: Am Montag startet in Stockholm die Bekanntgabe der diesjährigen Nobelpreise mit dem für Physiologie oder Medizin. In insgesamt sechs Kategorien wird der von Alfred Nobel gestiftete Preis seit 1901 vergeben. Forschende der Max-Planck-Gesellschaft sind auch in diesem Jahr mögliche Kandidatinnen und Kandidaten für einen Preis in den naturwissenschaftlichen Disziplinen Chemie, Physik sowie Physiologie oder Medizin.
Ein Grund zum Feiern
Seit ihrer Gründung sind aus der Max-Planck-Gesellschaft (einschließlich ihrer Vorgängerinstitution, der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft) 31 Nobelpreisträgerinnen und -träger hervorgegangen, zuletzt 2023 Ferenc Krausz vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik. Er hat den Physik-Nobelpreis zusammen mit Pierre Agostini von der Ohio State University (USA) und Anne L’Huillier von der Universität Lund (Schweden) entgegengenommen. Das Nobel-Komitee zeichnete alle drei für die Begründung der Attosekundenphysik aus. Eine Attosekunde ist der milliardste Teil einer milliardstel Sekunde.Mit Laserpulsen, die nur einige Attosekunden dauern, lassen sich die Bewegungen einzelner Elektronen verfolgen. Dies ermöglicht nicht nur fundamentale Erkenntnisse über das Verhalten von Elektronen in Atomen, Molekülen und Festkörpern, sondern könnte unter anderem auch dazu beitragen, schnellere elektronische Bauteile zu entwickeln. Ferenc Krausz arbeitet zudem gerade an einer Anwendung für die Medizin: Neuartige Blutscans könnten in Zukunft helfen, Krankheiten im Frühstadium zu diagnostizieren.
Nur eine Universität war erfolgreicher
Krausz ist der 31. Nobelpreisträger der Max-Planck-Gesellschaft entsprechend der Zählung der Nobel-Stiftung. Die Max-Planck-Gesellschaft steht mit Blick auf die naturwissenschaftlichen Nobelpreise an zweiter Stelle der Forschungseinrichtungen mit den meisten Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträgern weltweit, nach der University of California und vor der Harvard University. Seit 2020 erhielten Max-Planck-Forschende die Auszeichnung sogar in Folge, 2020 und 2021 als doppelte Ehrungen in zwei Kategorien.Digital Story vermittelt Wissen
Die Max-Planck-Gesellschaft beleuchtet das Thema umfassend in der neuen Digital Story -Pioniere des Wissens. Die Nobelpreisträger*innen der Max-Planck-Gesellschaft- . Hier gibt es auch viele Informationen über das -System Nobelund die Nobel-Woche. Die Story blickt von der Gegenwart weit zurück - so erhielt Richard Willstätter den Preis schon 1915 als erster Forscher der damaligen Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, aus der 1948 die Max-Planck-Gesellschaft hervorging.
Auf den Spuren der Nobelpreisträger
Wer in Berlin und Umgebung wohnt, kann zudem -an einer ganz besonderen Tour teilnehmen: "Auf den Spuren der Nobelpreisträger" . An kaum einem anderen Ort wirkten so viele Nobelpreisträger gleichzeitig wie in Dahlem. Alle, die an der Tour teilnehmen, erfahren Wissenswertes über ihre Forschung und ihre Schicksale - von Albert Einstein bis Werner Heisenberg.-BA / CB Die Digital Story erzählt in acht spannenden Geschichten von der Macht der Erkenntnisse für unser Leben. Forschung, die den Nobelpreis erhielt, veränderte den Alltag und die Gesellschaft. Eine Online-Ausstellung zum Scrollen über die 31 Laureaten der Max-Planck-Gesellschaft.
Der Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik wird für seine Beiträge zur Attosekundenphysik ausgezeichnet Eine Attosekunde ist ein Millardstel einer millardstel Sekunde. Kaum vorstellbar? Diese Animation erklärt es anschaulich.



