Anthony Hyman
Anthony Hyman © Friedrun Reinhold - Der Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden erhält die Auszeichnung für die Entdeckung von Kondensaten -Zelltröpfchen ohne Membran, eine eue Hoffnung für die Behandlung neurodegenerativer Krankheiten. Den mit einer Million Euro dotierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2022 erhält der britische Zellbiologe Anthony Hyman, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden. Hyman und sein Team entdeckten 2009 - bei Studien an einzelligen Embryonen eines Fadenwurms - einen völlig neuen Zustand biologischer Materie: In der Zellflüssigkeit können sich örtlich Proteine in hoher Konzentration ansammeln. Diese ,,Kondensate" ähneln winzigen Tropfen, die unter anderem den Gesetzen der Biophysik unterliegen. Im Gegensatz zu anderen Zell-Organellen sind Kondensate nicht von einer begrenzenden Membran umgeben. Die stark erhöhte Proteinkonzentration in ihrem Innern regt biochemische Reaktionen an, die außerhalb nicht möglich wären. Kondensate bilden sich dynamisch, teils in Sekundenschnelle, und werden meist auch schnell wieder abgebaut.
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