Holocaust-Überlebende vererben Trauma an ihre Kinder

Traumatische Erfahrungen noch vor der Schwangerschaft führen zu epigenetischen Veränderungen bei den betroffenen Eltern und deren Kindern. Ein internationales Team angeführt von Rachel Yehuda, Professorin am Mount Sinai Hospital in New York, und für die molekularen Analysen von Elisabeth Binder, Direktorin am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München, hat die Gene von 32 jüdischen Personen untersucht, die während des zweiten Weltkriegs entweder in einem Konzentrationslager gefangen waren, gefoltert wurden oder sich verstecken mussten. Die Wissenschaftler haben außerdem die Gene deren Kinder analysiert, die bekanntermaßen ein erhöhtes Risiko für Stresserkrankungen haben. Diese Daten wurden dann mit jüdischen Familien verglichen, die während des Holocausts außerhalb von Europa gelebt hatten. Im Zentrum der Untersuchungen standen epigenetische Veränderungen im Gen FKBP5, das schon lange im Fokus von Elisabeth Binder ist. ,,'Epigenetisch' nennt man Abläufe, die nicht die eigentliche Erbinformation verändern, sondern diese nur besser oder schlechter zugänglich machen", erklärt Elisabeth Binder. ,,FKPB5 bestimmt, wie wirkungsvoll der Körper auf Stresshormone reagieren kann und steuert so das gesamte Stresshormonsystem.
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