Schlucht am östlichen Rand des Andenplateaus in Bolivien. Copyright: Todd Ehlers 2013
Geowissenschaftler der Universität Tübingen belegen Klimawandel als Ursache für das Einschneiden von Canyons. Am Einschneiden von Schluchten in eine Berglandschaft schätzen Wissenschaftler häufig ab, wie stark sich die Oberfläche durch geodynamische und tektonische Prozesse gehoben hat. Jedoch können solche Einschnitte auch durch Änderungen des Klimas verursacht werden. Richard O. Lease und Professor Todd A. Ehlers vom Fachbereich Geowissenschaften der Universität Tübingen haben eine Reihe von 1,5 bis 2,5 Kilometer tiefen Schluchten entlang eines 1250 Kilometer langen Abschnitts des östlichen Rands des Andenplateaus in Südamerika, in Peru und Bolivien, untersucht. Nach Erkenntnissen der Forscher begannen die Erdbebenaktivität und Gebirgsbildung am nordöstlichen Plateaurand im Miozän vor rund 20 Millionen Jahren oder früher im Einzugsgebiet des Rio San Gaban im heutigen Peru. Darauf folgte der Einschnitt der Schluchten im Pliozän vor rund vier bis drei Millionen Jahren. Gleichzeitig wechselte das globale Klima von einer warmen Periode im frühen zu einer Kälteperiode im späten Pliozän.
UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO
Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.