
[Bild: Universität Stuttgart, IRS]
Forschende an der Universität Stuttgart machen Satelliten startklar für den niedrigen Erdorbit. Am 17. Mai 2024 stellen Wissenschaftler*innen und Doktorand*innen Luftund Raumfahrtbegeisterten Forschungsprojekte des neuen Sonderforschungsbereichs ATLAS vor. Die Ziele sind gesetzt: Weltraumschrott vermeiden, die Lebensdauer von Satelliten erhöhen und neue Anwendungsfelder erschließen.
Die atmosphärischen Bedingungen im niedrigen Erdorbit sind wenig erforscht - Methoden und Technologien, um diese zu kontrollieren fehlen bislang noch. Forschende des neuen Sonderforschungsbereichs (SFB) ATLAS ( A dvancing T echnologies of Very L ow A ltitude S atellites) an der Universität Stuttgart wollen diese Bedingungen verstehen und beherrschen lernen, um auch in diesen Teil des Orbits Satelliten entsenden zu können.
Satelliten im niedrigen Erdorbit - etwa 200 bis 450 Kilometern über der Erdoberfläche - können Daten in höherer Auflösung und geringerer Zeitverzögerung liefern. Für Kommunikationsdienste und die Klimaforschung hätte dies eine herausragende Bedeutung. Die Satelliten können außerdem kleiner und leichter konstruiert sowie mit geringeren Kosten in die Erdumlaufbahn gebracht werden. Um Weltraumschrott zu vermeiden, wollen die Forschenden die Lebensdauer der Satelliten von derzeit sechs Monaten auf mehrere Jahre erhöhen und sie so abbremsen, dass sie vollständig verglühen.
Raumfahrtbegeisterte können sich selbst davon überzeugen, wie das gelingen kann. Die Forschenden des SFBs laden Sie herzlich zum ATLAS-Kick-off am Freitag, 17. Mai 2024 ins Raumfahrtzentrum Baden-Württemberg im Pfaffenwaldring 29 auf dem Campus Vaihingen ein.
Beginn: 10:30 Uhr
Vorstellung von ATLAS durch den SFB-Sprecher Professor Stefanos Fasoulas , Institut für Raumfahrtsysteme (IRS) Der Sonderforschungsbereich 1667 ,, A dvancing T echnologies of Very L ow A ltitude S atellites" (ATLAS) wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zunächst für vier Jahre gefördert. Die interdisziplinären Forschungen sind insgesamt auf einen Zeitraum von zwölf Jahren ausgelegt. Am SFB beteiligen sich unter Federführung der Universität Stuttgart 23 Teilprojektleitende von 13 Instituten, die zu 5 Fakultäten der Universität Stuttgart sowie dem Institut für Technische Physik des Deutschen Zentrums für Luftund Raumfahrt (DLR-TP) gehören.



