
Die an der Freien Universität Berlin angesiedelte Friedrich Schlegel Graduiertenschule (FSGS) für literaturwissenschaftliche Studien lädt die öffentlichkeit zu ihrer Jahrestagung am 7. November in die Villa Engler auf den Campus in Berlin-Dahlem ein. Die von Doktorand*innen der FSGS und des Exzellenzcluster EXC 2020 ,,Temporal Communities" organisierte Tagung befasst sich mit Formen des Vergessens in der Literatur. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen; um eine Anmeldung zur Tagung wird gebeten unter: https://fsgs.fu-berlin.de/formendesvergessens
Geladene Gäste und FSGS-Mitglieder begeben sich in interdisziplinären Vorträgen auf die Suche nach den Formen des Vergessens in der Literatur und stellen sich die Frage, inwiefern Literatur das Potenzial besitzt, Prozesse des Vergessens, die oft unbewusst und unbemerkt verlaufen, sichtbar und greifbar zu machen. Ziel der Tagung ist es, das Vergessen von seiner meist negativen Bedeutung als Störfaktor, Verlust, Mangel oder Widerstand, gegen den es anzuschreiben gilt, zu befreien und stattdessen auf seine Ambivalenzen sowie sein möglicherweise produktives Potenzial für die Literatur zu erkunden.
Den ersten inhaltlichen Impuls gibt die Keynote von Niels Werber, Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Siegen, zum Thema ,,Popularität und Gedächtnis", in der die Inszenierungen des Vergessens in literarischen Texten in Blick genommen werden. Den Abschluss der Tagung bildet eine Lesung und ein Gespräch mit der Schriftstellerin Lena Gorelik zum Thema ,,Stolpertexte. Literatur als Widerstand gegen das Vergessen".
Zur Friedrich Schlegel Graduiertenschule:
Die FSGS ist ein strukturiertes Promotionsprogramm und eine Einrichtung des Fachbereichs Philosophie und Geisteswissenschaften der Freien Universität Berlin. Beteiligt daran sind außerdem Institute des Fachbereichs Geschichtsund Kulturwissenschaften sowie die Zentralinstitute Nordamerikastudien und Lateinamerikanistik der FU Berlin sowie mehrere Fakultäten der Humboldt-Universität zu Berlin, ebenso wie das Leibniz-Zentrum für Literaturund Kulturforschung. An der Graduiertenschule werden theoretisch und konzeptionell herausragende literaturwissenschaftliche Dissertationsprojekte betreut, die Texte europäischen und nicht-europäischen Ursprungs in einem historischen und/oder interbzw. transkulturellen Rahmen untersuchen.



