Föderalismus nicht der Grund für mangelnde Vergleichbarkeit von Schulnoten
Wenn in Deutschland Schülerinnen und Schüler mit vergleichbaren Kompetenzen stark voneinander abweichende Schulnoten erhalten, können Unterschiede zwischen Bundesländern nur drei Prozent dieser Abweichung erklären. Unterschiede innerhalb einzelner Bundesländer sind dagegen viel wichtiger zur Erklärung ungleicher Benotung bei gleicher Kompetenz. Eine einheitliche nationale Bildungspolitik würde deshalb vermutlich kaum zu einer besseren Vergleichbarkeit von Schulnoten beitragen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Tübingen und des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) in dem Fachjournal Zeitschrift für Erziehungswissenschaft veröffentlicht wurde. Gründe für die ungleiche Benotung werden bereits seit langem wissenschaftlich diskutiert. ,,Unsere Studie erweitert diese Diskussionen, indem sie drei Ebenen des Bildungssystems untersucht: Unterschiede zwischen Bundesländern, Unterschiede zwischen Schulen innerhalb der einzelnen Bundesländer und Unterschiede innerhalb von Schulen", sagt Juniorprofessor Nicolas Hübner, Erstautor der Studie. Für ihre Analyse werteten die Bildungsforschenden die Daten von rund 55.


