Finanzkrise und Währungsmanipulation schon vor 400 Jahren

,,Epitaphium oder des guten Geldes Grabschrift
,,Epitaphium oder des guten Geldes Grabschrift". Dieses zeitgenössische Flugblatt zeigt das praktische Geschäft der Münzmanipulationen (Einschmelzen von Silber mit Kupfer, Münzprägung etc.). Der Vorhang im Hintergrund nimmt Bezug auf die Kriegsführung und -finanzierung. (Quelle: Johann Scheible (Hg.), Die fliegenden Blätter des XVI. und XVII. Jahrhunderts in sogenannten Einblatt-Drucken, mit Kupferstichen und Holzschnitten zunächst aus dem Gebiete der politischen und religiösen Caricatur. Aus den Schätzen der Ulmer Stadtbibliothek wort- und bildgetreu, Stuttgart 1850, nach S. 298.)
Tübinger Doktorand veröffentlicht preisgekröntes Buch zum ,,Prager Münzkonsortium". Dass exzessives Gewinnstreben einiger weniger ganze Gesellschaften an den Abgrund bringen kann, ist nicht erst eine schmerzliche Erfahrung der Gegenwart. Vor 400 Jahren führte eine massive Geldmengenausweitung in den Staatsbankrott. Die Macher der Inflation aber hatten ihre Gewinne längst in Sicherheit gebracht. Davon handelt das Buch des Historikers Steffen Leins, Doktorand an der Universität Tübingen, zum ,,Prager Münzkonsortium". Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) wurde die Währung in weiten Teilen des alten deutschen Reiches massiv manipuliert. Kaiser Ferdinand II.
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