Die Rückkoplungschleife des Tumors: Die Krebszellen schütten das Hormon VEGF (gelb)aus um Blutgefäße in der Nähe (rot) zur Ausbildung kleiner Fortsätze in den Krebs hinein zu stimulieren. Gleichzeitig bilden sie außerdem VEGF-Rezeptoren-2 (blau) aus, an denen sich das VEGF bindet. Dadurch werden die Krebszellen angeregt noch mehr VEGF zu bilden. [weniger]
Wissenschaftler haben eine hochauflösende Landkarte genetischer Veränderungen bei einem Lungenkarzinom erstellt. [mehr] - Tumore müssen mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden, um wachsen zu können. Um die Nährstoffversorgung sicherzustellen, regen sie benachbarte Blutgefäße mithilfe von Botenstoffen zur Sprossung an. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für neurologische Forschung in Köln haben nun eine neue positive Rückkopplungsschleife des Hormons VEGF identifiziert, über die VEGF durch Bindung an den VEGF-Rezeptor-2 auf den Krebszellen seine eigene Ausschüttung ankurbelt und so das Tumorwachstum beschleunigt. In Versuchen an Mäusen mit Lungenkrebs schalteten sie die zuständigen Hormone aus und verlangsamten so das Wachstum der Tumore. In Kombination mit anderen Hemmstoffen schrumpften sie sogar. Damit haben die Forscher die Existenz des VEGF-Rezeptors-2 auf Tumorzellen bewiesen und einen neuen Signalweg in Tumorzellen beschrieben, der die Ausbildung neuer Blutgefäße auslöst. Durch Untersuchungen an Lungenkrebspatienten haben sie zudem herausgefunden, dass eine Therapie mit solchen Hemmstoffen nur dann sinnvoll ist, wenn die Krebszellen besonders viele VEGF-Rezeptoren 2 ausbilden.
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