Eisen sticht Edelmetall

Eine Alternative zum Edelmetall: Diesen Kristall einer Eisen-Alluminium-Verbindu
Eine Alternative zum Edelmetall: Diesen Kristall einer Eisen-Alluminium-Verbindung verwendeten Max-Planck-Forscher, um einen wichtigen Syntheseschritt bei der Produktion des Kunststoffs Polyethylen zu katalysieren. Bisher nutzt die Industrie dafür ein palladiumhaltiges Material. [weniger]
Eine Eisen-Aluminium-Verbindung könnte einen Palladium-Katalysator ersetzen und die Produktion von Kunststoffen billiger machen. Chemiker mögen keine Edelmetalle - zumindest wenn sie die teuren Materialien als Katalysatoren brauchen, um Reaktionen zu beschleunigen oder in eine gewünschte Richtung zu lenken. Und das ist oft der Fall, etwa bei einem wesentlichen Produktionsschritt von Polyethylen, das jede Plastiktüte leicht, flexibel und stabil macht. Ein Team um Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden und des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin hat dafür nun einen Reaktionsbeschleuniger aus Eisen und Aluminium entwickelt, der genauso gut wie der gängige Katalysator aus Palladium arbeitet, aber deutlich billiger ist. Identifiziert haben die Forscher die Alternative aus Eisen und Aluminium, indem sie zunächst systematisch klärten, welche Eigenschaften das Material aufweisen muss. Auf dieselbe Weise wollen sie künftig auch bei der Suche nach Katalysatoren für andere Reaktionen vorgehen. Würde die chemische Industrie die Ausgangsstoffe von Polyethylen heute nicht routinemäßig über Palladium schicken, wären Plastiktüten ein einziges Ärgernis.
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