Ein Filter für schweren Wasserstoff

Sammelbecken für schweren Wasserstoff: An Kupferatome in einer Metall-organische
Sammelbecken für schweren Wasserstoff: An Kupferatome in einer Metall-organischen Gerüstverbindung binden bevorzugt Moleküle der schweren Wasserstoffisotope Deuterium und Tritium - die Metallatome sind hier daher symbolisch als Schalen dargestellt. [weniger]
Mit einer funktionalisierten Metall-organischen Gerüstverbindung (MOF) lassen sich Deuterium und Tritium relativ einfach von normalem Wasserstoff trennen. Deuterium und Tritium sind Stoffe mit Zukunft, machen sich aber rar. Die schweren Isotope des Wasserstoffs finden nicht nur zahlreiche Anwendungen in der Wissenschaft, sondern könnten als Brennstoffe der Kernfusion zum Energiemix von morgen beitragen. Deuterium ist zudem Bestandteil einiger Medikamente, die gerade das Zulassungsverfahren in den USA durchlaufen. Sie aus der natürlichen Isotopenmischung des Wasserstoffs zu filtern, ist bislang jedoch aufwendig und teuer. Wissenschaftler der Stuttgarter Max-Planck-Institute für Intelligente Systeme und für Festkörperforschung, der Universität Leipzig, der Jacobs University Bremen, der Universität Augsburg sowie vom Oak Ridge National Laboratory (USA) können da vielleicht Abhilfe schaffen. Sie stellen im Fachmagazin Nature Communications eine metallorganische Gerüstverbindung - kurz MOF für metalorganic framework - vor, mit der sich die beiden Isotope effizienter vom Gros des normalen Wasserstoffs trennen lassen als mit den bisherigen Methoden.
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