Wissenschaftler rekonstruieren alle Nervenzellen und ihre Verbindungen in einem Stück der Netzhaut einer Maus. Die "Kugeln" zeigen die Zellkörper: Ganglion-Zellen in Blau, Amakrinzellen in Grün, Bipolarzellen in Orange und Fotorezeptoren in Grau. Im Hintergrund erscheint die Verbindungsmatrix, das Connectome, der 950 Nervenzellen. [weniger]
Wissenschaftlern gelingt die vollständige Rekonstruktion eines Stücks der Netzhaut. Die Entschlüsselung des Seins - das Gehirn und all seine Verbindungen zu verstehen, das verbirgt sich hinter dem Begriff Connectomics. Nun ist Wissenschaftlern der Max-Planck-Institute für medizinische Forschung in Heidelberg und für Neurobiologie in Martinsried bei München und des Massachusetts Institute of Technology ein wichtiger Schritt in diese Richtung gelungen: Nach vier Jahren Datenanalyse und mithilfe von etwa 200 Studenten haben sie ein exaktes Diagramm erstellt, das alle Nervenzellen und ihre Verbindungen in einem Stück der Netzhaut einer Maus zeigt. Bereits dieser vergleichsweise kleine Einblick ins Gehirn brachte sowohl einen neuen Zelltyp ans Licht, als auch Verschaltungen, die bestimmte Reaktionen einzelner Netzhautzellen erklären könnten. Wissenschaftler rekonstruieren alle Nervenzellen und ihre Verbindungen in einem Stück der Netzhaut einer Maus. Die "Kugeln" zeigen die Zellkörper: Ganglion-Zellen in Blau, Amakrinzellen in Grün, Bipolarzellen in Orange und Fotorezeptoren in Grau. Im Hintergrund erscheint die Verbindungsmatrix, das Connectome, der 950 Nervenzellen. Das menschliche Gehirn besitzt zirka 100 Milliarden Nervenzellen, und jede ist über Tausende von Kontakten mit anderen Zellen verbunden. Schon lange vermuten Wissenschaftler, dass die Essenz unseres Seins - was wir fühlen, denken, woran wir uns erinnern - in diesen Kontakten gespeichert ist. Doch wie lässt sich das Geheimnis dieser Verbindungen entschlüsseln?
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