Ankündigung der Freien Universität Berlin, der Max-Planck-Gesellschaft und des Landesdenkmalamtes Berlin: Trauerfeier und Bestattung menschlicher Knochen am 23. März 2023
Opfer von Verbrechen im Namen der Wissenschaft werden beigesetzt. Die seit 2015 bei mehreren Grabungen auf dem Campus der Freien Universität Berlin geborgenen menschlichen Knochen werden am 23. März 2023 auf dem Waldfriedhof Dahlem im Rahmen einer öffentlichen Trauerfeier beigesetzt. Die Bestattung wird in einem würdevollen Rahmen, nicht-religiös und nicht eurozentristisch erfolgen. Darauf hatten sich die Vertretungen mehrerer Verbände und Organisationen verständigt. Darunter sind der Zentralrat der Juden in Deutschland, der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, Selbstorganisationen und eine Arbeitsgruppe, zu der die Freie Universität Berlin, die Max-Planck-Gesellschaft (als Nachfolgerin der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft) und das Landesdenkmalamt Berlin gehören. Vertreterinnen und Vertreter der Einrichtungen sowie der Verbände und Organisationen werden bei der Trauerfeier an die Opfer erinnern. Die in mehreren Grabungen geborgenen menschlichen Knochen stammen von Opfern aus Verbrechenskontexten, insbesondere aus Sammlungen im ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik.


