Algen geben Gas

Genetisch veränderte Enzyme ermöglichen eine effiziente Produktion von Wasserstoff. Wasserstoff als regenerativer Treibstoff, produziert in riesigen Wassertanks voller Algen, die dafür lediglich Sonnenlicht benötigen: theoretisch ein gutes Konzept, das in der Vergangenheit aber vor allem an seinem massiven Platzbedarf gescheitert ist. Wissenschaftler der Mülheimer Max-Planck-Institute für chemische Energiekonversion und für Kohlenforschung sowie der AG Photobiotechnologie an der Ruhr-Universität Bochum haben nun einen Weg gefunden, die Effizienz der Wasserstoffproduktion in Mikroalgen um das Fünffache zu steigern. Wenn die Algen den Energieträger wirkungsvoller erzeugen, lässt sich dieser auf einer kleineren Fläche mit praxistauglicher Ausbeute gewinnen. Für die Produktion des Wasserstoffs sind dann auch keine seltenen und teuren Edelmetalle mehr nötig, mit deren Hilfe das energiereiche Gas bisher technisch aus Wasser abgespalten wird. Lebewesen brauchen Elektronen an vielen Stellen, denn sie bauen damit zahllose chemische Verbindungen auf. Algen und andere Photosynthese betreibende Organismen setzen Elektronen mit Hilfe des Sonnenlichtes aus Wasser frei und verteilen sie dann in der Zelle.
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