Abwehr von Fraßschädlingen

Eine Raupe der Farnblattwespe (Strongylogaster multifasciata) frisst an einem Bl
Eine Raupe der Farnblattwespe (Strongylogaster multifasciata) frisst an einem Blatt des Adlerfarns. Wie andere Pflanzen besitzen Farne Giftstoffe und weitere Abwehrmechanismen, um sich erfolgreich gegen ihre Fraßfeinde zu wehren. Im Gegensatz zu Blütenpflanzen geben Adlerfarne nach Raupenbefall aber keine Duftstoffe ab, um zum Beispiel Parasiten wie Schlupfwespen oder Raubwanzen, die die Raupe attackieren, anzulocken. [weniger]
Anders als Blütenpflanzen senden Adlerfarne keine Duftsignale aus, um die Feinde ihrer Fraßschädlinge zu ihren Gunsten anzulocken. Zweihundert Millionen Jahre lang beherrschten sie die Erde, und noch heute sind sie weltweit sehr artenreich verbreitet: Moose, Schachtelhalme und Farne. Max-Planck-Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass bei Schädlingsbefall Adlerfarne (Pteridium aquilinum) im Gegensatz zu den heute vorherrschenden und evolutionär jüngeren Blütenpflanzen keine Duftstoffe aussenden. Eine solche Duftstoffemission dient unter anderem dazu, die Feinde ihrer Schädlinge, wie beispielsweise Schlupfwespen oder Raubwanzen anzulocken, die dann deren Fraßfeinde parasitieren. Trotzdem konnte auch in Farnwedeln eine Duftstoffabgabe hervorgerufen werden, wenn diese mit Jasmonsäure behandelt wurden, die als Hormon in Blütenpflanzen die Duftstoffsynthese auslösen kann. Dies lässt darauf schließen, dass die Pflanze zwar prinzipiell diese Form der Abwehr mobilisieren könnte, sie jedoch nicht zur Verteidigung gegen Fraßfeinde einsetzt. Eine Raupe der Farnblattwespe (Strongylogaster multifasciata) frisst an einem Blatt des Adlerfarns.
account creation

UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO

Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.



Ihre Vorteile

  • Zugang zu allen Inhalten
  • Erhalten Sie Newsmails für Neuigkeiten und Jobs
  • Anzeigen veröffentlichen

myScience