Lebensarbeitszeit in Deutschland steigt
Eine Studie belegt den Trend, zeigt aber auch große Unterschiede zwischen Männern und Frauen, Ost und West sowie Geringund Hochqualifizierten. Kann die Verlängerung der Lebensarbeitszeit eine Lösung für die künftigen Probleme unserer alternden Gesellschaft sein? Wenn alle länger arbeiten und später in Rente gehen, steigt die Zahl derer, die weiter in die Rentenkasse einzahlen. Über die Lebensarbeitszeit in Deutschland ist bisher wenig bekannt. Forschende des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock und des Bundesinstitutes für Bevölkerungsforschung haben nun in einer Studie untersucht, wie sich die Dauer des Erwerbslebens in Deutschland verändert hat und welchen Einfluss die zahlreichen Arbeitsmarktund Rentenreformen in den vergangenen Jahrzehnten hatten. Die Lebensarbeitszeit in Deutschland nimmt über die Geburtsjahrgänge hinweg zu, und das in allen Bildungsschichten und Berufsfeldern sowie bei Männern und Frauen. Das zeigt die Studie eines Forschungsteams um Christian Dudel, stellvertretender Leiter der Forschungsgruppe Demografie der Arbeit am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock. Das Team hat dafür Daten des Mikrozensus Deutschland ausgewertet.

