Gift schützt Wanderheuschrecken vor Kannibalismus

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Kannibalistische Fraßattacke: Eine Europäische Wanderheuschrecke der Art Locusta
Kannibalistische Fraßattacke: Eine Europäische Wanderheuschrecke der Art Locusta migratoria verspeist eine Artgenossin. Kannibalismus wird als einer der wesentlichen Treiber für das verheerende Schwarmverhalten von Heuschrecken angesehen. © MPI für chemische Ökologie/ Benjamin Fabian
Die Insekten verteidigen sich mit Phenylacetonitril gegen ihre eigenen Artgenossen. Kannibalistische Fraßattacke: Eine Europäische Wanderheuschrecke der Art Locusta migratoria verspeist eine Artgenossin. Kannibalismus wird als einer der wesentlichen Treiber für das verheerende Schwarmverhalten von Heuschrecken angesehen. MPI für chemische Ökologie/ Benjamin Fabian - Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie haben zusammen mit Partnern aus China und der Universität Halle herausgefunden, dass die Europäische Wanderheuschrecke Locusta migratoria die Verbindung Phenylacetonitril bildet, um sich bei zunehmender Populationsdichte gegen Fraßangriffe durch Artgenossen zur Wehr zu setzen. Bei Heuschrecken, die diesen Wirkstoff nicht mehr produzieren können, nimmt die Kannibalismusrate dagegen zu. Außerdem haben die Forschenden den Geruchsrezeptor der Tiere für Phenylacetonitril entdeckt. Sie konnten belegen, dass Tiere ohne einen funktionierenden Rezeptor die Verbindung nicht mehr wahrnehmen können.
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