Computersimulationen zeigen, dass die gleichen geometrischen Prinzipien die räumliche Entscheidungsfindung bei so unterschiedlichen Tieren wie Insekten und Fischen bestimmen.
Computersimulationen zeigen, dass die gleichen geometrischen Prinzipien die räumliche Entscheidungsfindung bei so unterschiedlichen Tieren wie Insekten und Fischen bestimmen. MPI f. Verhaltensbiologie/ Vivek Sridhar - Forschende entdecken eine einheitliche Regel dafür, wie Tiere während der Fortbewegung räumliche Entscheidungen treffen Ein internationales Team unter der Leitung von Forschenden der Universität Konstanz und des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie hat mit Hilfe von virtueller Realität Technologien den Algorithmus entschlüsselt, mit dem sich Tiere während der Fortbewegung für eines unter mehreren möglichen Zielen entscheiden. Die Studie zeigt, dass Tiere die Komplexität ihrer Umwelt verarbeiten, indem sie die Welt auf aufeinanderfolgende Entscheidungen zwischen lediglich zwei Optionen reduzieren - sogenannte binäre Entscheidungen. Diese Strategie führt zu einer äußerst effektiven Entscheidungsfindung, egal wie viele Optionen es ursprünglich gibt. Die Studie liefert den ersten Beweis für einen gemeinsamen Algorithmus, der die Entscheidungsfindung über Artgrenzen hinweg steuert. Sie legt nahe, dass grundlegende geometrische Prinzipien erklären können, wie und warum sich Tiere so bewegen, wie sie es tun. Bei den meisten Tieren geht es im Leben darum zu entscheiden, welchen Ort sie als nächstes aufsuchen.
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