Klimawandel und Wetterextreme erforschen
In der Wissenschaft ist man sich grundsätzlich einig, dass die in der jüngsten Vergangenheit aufgetretenen Extreme - waren sie noch so kleinräumig und kurzfristig - von dem rapiden und nie zuvor beobachteten Anstieg der globalen Kohlendioxidkonzentration und der globalen Erwärmung beeinflusst sind. Aber inwieweit hat der Klimawandel bereits zu extremeren Wetterereignissen geführt? Wird der zukünftige Klimawandel das Auftreten extremer Wetterereignisse verändern? Um diese Fragen wissenschaftlich fundiert zu beantworten, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung seit März dieses Jahres das Forschungsprogramm ,,ClimXtreme - Klimawandel und Extremereignisse", koordiniert an der Universität Bonn. Heute (12. November) findet das Kickoff-Treffen der beteiligten Forschergruppen in einer Online-Veranstaltung statt. Das Forschungsprogramm ist in vier übergeordnete Bereiche aufgeteilt. Mehr als 100 Wissenschaftler an 26 deutschen Institutionen untersuchen darin unter anderem die physikalischen Abläufe bei extremen Ereignissen, statistische Aspekte und die Auswirkungen von Wetterextremen. Um die in Mitteleuropa auftretenden Starkregenund Sturmereignisse, Hitzewellen und Dürren eingehend zu untersuchen, setzen die Wissenschaftler eine gemeinsame Plattform mit umfangreichen Beobachtungsund Simulationsdatensätzen ein. Das neue Wissen soll es Behörden ermöglichen, eventuelle Schäden und Kosten durch Extremereignisse in Abhängigkeit verschiedener Emissionsszenarien differenziert zu bewerten.



