Ambitionierter Klimaschutz zahlt sich aus
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Klimaschutz kostet Geld - aber Klimaschäden verursachen ebenso finanzielle Belastungen, insbesondere für nachfolgende Generationen. Wieviel Schutz des Klimas ist also wirtschaftlich gesehen sinnvoll? Um dies herauszufinden, hat ein internationales Wissenschaftlerteam unter der Leitung des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung eine frühere Computersimulation mit aktuellen Daten und Erkenntnissen aus Klimaund Wirtschaftswissenschaften gespeist. Die Forschungsarbeiten unter Beteiligung von Umweltökonomen der Universität Heidelberg haben gezeigt, dass die Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad - wie auf der UN-Klimakonferenz 2015 in Paris festgelegt - ein wirtschaftlich optimales Gleichgewicht zwischen künftigen Klimaschäden und den heutigen Kosten für den Klimaschutz herstellt. Das würde einen CO2-Preis von mehr als 100 US-Dollar pro Tonne erfordern. Im Jahr 2018 erhielt William Nordhaus von der Universität Yale (USA) den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften, mit dem er für die Integration des Klimawandels in die langfristige makroökonomische Analyse ausgezeichnet wurde. Konkret gelang dies dem amerikanischen Wissenschaftler mithilfe einer Computersimulation, dem ,,Dynamic Integrated Climate-Economy Model". Das DICE-Modell wurde nun auf der Basis neuer Forschungsergebnisse aus der Klimawissenschaft und der Wirtschaftsanalyse aktualisiert.




