Terror: Die Macht der Erzählung

Dana Bönisch  
                 aus der Vergleichenden Literaturwissenschaft der
Dana Bönisch aus der Vergleichenden Literaturwissenschaft der Universität Bonn beleuchtete in ihrer Doktorarbeit ,,Geopoetiken des Terrors". © Foto: Barbara Frommann/Uni Bonn
Dana Bönisch untersucht an neueren Romanen zu 9/11 die Rolle von Abgrenzung und Vereinfachung. Literarische Texte haben das Potenzial, Krieg und Terror zu durchdringen, indem sie spaltende Erzählungen überwinden. Davon ist die Komparatistin Dr. Dana Bönisch überzeugt, die in ihrer Dissertation an der Universität Bonn neuere, weitgehend unbekannte Romane zu 9/11 und dem sogenannten ,,Krieg gegen den Terror" untersucht hat. Sie bearbeitete literarische Beispiele, die einer vereinfachenden Erzählung nach dem Motto ,,Wir Guten - ihr Bösen" entgegenwirken. Für ihre Textanalysen machte sie auch Methoden aus der Bildund Raumtheorie sowie insbesondere der Topologie fruchtbar. ,,Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!" Solche Sätze begleiteten nach den Anschlägen vom 11. September 2001 den Kampf gegen den Terror. Der Slogan soll eine klare Trennung zwischen dem ,,Wir" und den ,,Anderen" bewirken, die sich gegenseitig ausschließen: Wir Guten, ihr Bösen - wir Demokraten, ihr Terroristen - Wir Gerechten, ihr Ungerechten! Die Komparatistin Dr. Dana Bönisch untersuchte in ihrer Doktorarbeit an der Universität Bonn solche Kategorisierungen und Trennungen anhand neuerer, weniger bekannter Werke zum ,,Krieg gegen den Terror". Christian Moser aus der Vergleichenden Literaturwissenschaft betreute die Doktorarbeit zu ,,Geopoetiken des Terrors". Damit sind literarische Perspektiven gemeint, die auf besondere Weise mit dem Raum des Globalen umgehen. Wie erfinden wir ,,uns" und ,,die Anderen"- Wie kann Sprache gegen Vereinfachung arbeiten?
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