Schlüsselprotein für die Verbreitung des Malariaparasiten entdeckt
Forschenden gelang der Nachweis eines Proteins, das eine Schlüsselfunktion während der Verbreitung des Malariaparasiten Plasmodium falciparum einnimmt. Malaria fordert jährlich etwa 400. Todesopfer und zählt neben AIDS und Tuberkulose zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten. Auslöser sind einzellige Parasiten der Gattung Plasmodium, die von Stechmücken auf den Menschen übertragen werden. Der Erreger vermehrt sich ungeschlechtlich in mehreren Zyklen, während derer es zu den typischen Fieberschüben einer Malariainfektion kommt. Nach einigen Vermehrungsphasen bildet der Parasit sexuelle Vorläuferstadien im Blut des infizierten Menschen aus, sogenannte Gametozyten, die geschützt innerhalb von roten Blutkörperchen vorliegen und bei der nächsten Blutmahlzeit einer Stechmücke in den Mitteldarm des Insekts aufgenommen werden. Dieser Schritt initiiert die geschlechtliche Vermehrungsphase des Parasiten, die einen Flaschenhals in dessen Lebenszyklus darstellt.




