Schematische Darstellung von zwei linear verknüpften Ubiquitin-Molekülen. Die interne Markierungsstelle ist schwarz gekennzeichnet. Grafik: Koraljka Husnjak, erstellt mit PyMOL Software
Unter Beteiligung der Universität Tübingen werden detaillierte Analysen möglich, die zur Klärung von Krankheitsursachen beitragen könnten. Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das in Körperzellen an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Ubiquitin-Moleküle werden entweder einzeln oder zu mehreren in verzweigten Ketten angeheftet. Dadurch entstehen sehr unterschiedliche Strukturen, die wiederum vielerlei Effekte in Zellen erzielen können. Fehler im Ubiquitin-System werden mit zahlreichen Erkrankungen in Zusammenhang gebracht, so zum Beispiel mit der Entstehung von Krebs, mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson, aber auch mit dem Verlauf von Infektionen und Entzündungen. Um den Signalkode der Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln, haben Forscher der Goethe-Universität Frankfurt unter der Leitung von Dr. Koraljka Husnjak in Zusammenarbeit mit Professor Boris Macek vom Proteom Centrum der Universität Tübingen (PCT), der Queen Mary Universität und dem Francis Crick Institut in London eine neue Methode entwickelt. Erst vor wenigen Jahren entdeckten Forscher, dass Ubiquitin nicht nur verzweigte, sondern auch lineare Ketten bilden kann, bei denen jeweils der Anfang eines Ubiquitin-Moleküls an das Ende eines anderen geknüpft wird.
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