Internationales Forscherteam klärt die Wanderungsbewegung des hochgefährlichen MRSA-Keims USA300: Ein USA-Immigrant auf Abwegen
Münster (mfm/sm) - Auch medizinischen Laien ist es inzwischen bekannt: Infektionen mit multiresistenten Keimen sind auf dem Vormarsch. Gängige Medikamente helfen hier oft nicht mehr und für die Patienten gibt es meist keine effektiven Behandlungsmöglichkeiten. Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung dieser Erreger ist es für Forscher essentiell, deren molekulare Evolution und Epidemiologie, also ihre zeitliche und räumliche Entwicklung, zu verstehen. Allerdings fehlen ausgerechnet bei einigen der weltweit verbreitetsten Keime diese Informationen bislang. Für den hochvirulenten Erreger USA300 konnte ein internationales Forscherteam um Prof. Alexander Mellmann von der Universität Münster nun jedoch Antworten auf diese Fragen finden. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) , die als eine der einflussreichsten interdisziplinären Fachzeitschriften gilt. USA300 ist ein Subtyp des methicillinresistenten Staphylococcus aureus ( S. aureus ), besser bekannt als MRSA.




