In Gesellschaften, in denen sich Hierarchien neu aufbauten, trugen Menschenopfer vermutlich dazu bei, soziale Kontrolle auszuüben. Sobald das Gesellschaftssystem etabliert war, wurden Menschenopfer durch formelle Kontrollmethoden ersetzt. Lithografie von Jacques Arago (1819) [weniger]
Wie Menschenopfer dazu beitrugen, hierarchische Gesellschaften aufzubauen. Rituelle Menschenopfer spielten eine wichtige Rolle beim Aufbau hierarchischer Gesellschaften. Denn sie trugen entscheidend dazu bei, dass die sozialen Eliten ihre Macht über die unteren sozialen Schichten festigen und weiter ausbauen konnten. Das zeigt eine neue in Nature veröffentlichte Studie. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena, der Universität Auckland und der Viktoria Universität Wellington untersuchten dabei den Zusammenhang zwischen der Tötung von Menschen und wie ungleich oder hierarchisch eine Gesellschaft strukturiert war. In Gesellschaften, in denen sich Hierarchien neu aufbauten, trugen Menschenopfer vermutlich dazu bei, soziale Kontrolle auszuüben. Sobald das Gesellschaftssystem etabliert war, wurden Menschenopfer durch formelle Kontrollmethoden ersetzt.
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