"Wir suchen die Nadeln im Heuhaufen"

Funktioniert nach dem Kartoffeldruck-Prinzip, nur im molekularen Maßstab und hoch präzise: Mit der "Polymer Pen Lithografie" stempeln die Forscher ein Nano-Muster auf eine Oberfläche. An den so entstehenden Oberflächenstrukturen bleiben die Krebszellen hängen. Eine große Sorge vieler Krebspatienten ist die mögliche Metastasenbildung - die "Streuung" des Tumors. Denn selbst wenn der Haupttumor erfolgreich bekämpft wurde, können einzelne Krebszellen über den Blutstrom durch den Körper wandern und in einem anderen Gewebe einen neuen Tumor entstehen lassen. Mediziner wollen die Krebszellen daher im Blut möglichst früh nachweisen, um schnell eingreifen zu können - im Idealfall noch bevor ein zweiter Tumor entsteht. Wissenschaftler um die beiden Physiker Dr. Dr. Michael Hirtz vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Harald Fuchs vom münsterschen Zentrum für Nanotechnologie (CeNTech) haben in Kooperation mit Forschern des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) um Klaus Pantel nun eine Methode entwickelt, mit der sie einzelne Krebszellen in Blutproben aus dem viel größeren Hintergrund von gesunden Blutzellen sicher nachweisen und isolieren können. "Die Erkennung von Krebszellen im Blut ist in frühen Stadien einer Erkrankung deshalb so schwer, weil die Krebszellen in extrem geringen Konzentrationen vorkommen", erklärt Harald Fuchs, Direktor des Physikalischen Instituts der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) und wissenschaftlicher Leiter des CeNTech.
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