Forensische Proteomanalytik: Anhand von Proteinsignaturen lässt sich nachweisen, durch welches Waffenprojektil welche Organe getroffen wurden. Grafik: Journal of Proteome Research
Tübinger Forscher weisen an Waffenprojektilen Proteinsignaturen der getroffenen Organe nach - Neue Methode bei Ermittlungen erfolgreich getestet. Tübinger Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, das es erlaubt, Verbrechen mit Schussoder Stichwaffen deutlich genauer als bisher zu rekonstruieren. Ein interdisziplinäres Team aus Forschern des Instituts für Bioinformatik (ZBIT), der Rechtsmedizin, des Zentrums für quantitative Biologie (QBiC) sowie Bioanalytikern vom Forschungsinstitut für Augenheilkunde (FIA) am Universitätsklinikum nutzte dazu organische Rückstände, die sich an sichergestellten Kugeln oder anderen Tatwaffen befinden. Die Studie wurde kürzlich im Journal of Proteome Research veröffentlicht (DOI: 10.1021/acs.jproteome.5b00704). Molekularbiologische Methoden sind in der forensischen Medizin längst Routine, zum Beispiel bei der Zuordnung von kleinsten biologischen Spuren zu einem Tatverdächtigen. Geht es jedoch darum zu klären, welcher Schuss oder welcher Messerstich bei einem Delikt tödlich war, stoßen diese Verfahren an ihre Grenzen. Sie erlauben zwar die Zuordnung der Waffe zum Opfer, nicht aber die Zuordnung des einzelnen Projektils zum Schusskanal.
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