Erstes Ionisationspotenzial von Lawrencium gemessen

Die Ionisationskavität mit dem von zwei Heizfilamenten umwickelten grauen Tantal
Die Ionisationskavität mit dem von zwei Heizfilamenten umwickelten grauen Tantalröhrchen in der Bildmitte gehört zu der neu entwickelten Oberflächen-Ionenquelle, die im JAEA-ISOL-System am JAEA-Tandembeschleuniger installiert ist.
Messung bestätigt Position von Lawrencium als letztes Mitglied der Actinoiden und untermauert Architektur des Periodensystems. Mit einer neuartigen Kombination weiterentwickelter Techniken ist es einer internationalen Forscherkollaboration gelungen, das erste Ionisationspotenzial von Lawrencium zu messen. Bei Lawrencium - Element 103 - handelt es sich um ein radioaktives Element, das nur künstlich hergestellt werden kann. Es ist das schwerste Element der Actinoiden, zu denen 15 Elemente mit ähnlichen Eigenschaften gehören, darunter auch Uran und Plutonium. Unter der Leitung von Wissenschaftlern der Japan Atomic Energy Agency (JAEA) in Tokai hat das Forscherteam das erste Ionisationspotenzial von Lawrencium mit 4,96 Elektronenvolt bestimmt. Das erste Ionisationspotenzial gibt an, welche Energie nötig ist, um das am schwächsten gebundene Elektron aus einem neutralen Atom zu entfernen. "Wir zeigen, dass die Energie zum Ablösen des äußersten Elektrons bei Lawrencium wie erwartet am geringsten von allen Actinoiden ist", erklärt Christoph Düllmann von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU).
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